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Von der alten Telefonanlage zu Microsoft Teams: Ablauf, Dauer und Stolperstellen

Wie eine Umstellung auf Microsoft Teams Telefonie abläuft: die fünf Schritte, die Rufnummernportierung und die drei Stellen, an denen es in der Praxis klemmt.

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Mit KI erzeugt

Die alte Telefonanlage läuft, aber der Wartungsvertrag wird teurer, ISDN ist längst abgeschaltet, und im Homeoffice telefoniert ohnehin jeder über das Mobiltelefon. Irgendwann steht die Frage im Raum, ob Microsoft Teams die Anlage ersetzen kann. Es kann — aber der Weg dorthin ist ein Projekt und kein Schalter.

Dieser Beitrag beschreibt den Ablauf: was in welcher Reihenfolge passiert, wie lange es dauert und an welchen drei Stellen es in der Praxis klemmt. Was Teams Telefonie technisch ist und was sie kostet, steht auf unserer Seite zur Teams-Telefonie.

Was der Umstieg überhaupt bedeutet

Die Anrufsteuerung wandert aus dem Technikraum in die Microsoft-Cloud, und Teams wird zum Endgerät — am Rechner, am Mobiltelefon, am Tischtelefon. Technik bleibt dabei durchaus vor Ort: ein Session Border Controller oder ein Gateway für Sonderfälle kann weiterhin im Haus stehen. Bestehende Rufnummern lassen sich in aller Regel übernehmen; ob und wie, klärt eine Prüfung vor dem Projekt.

Wichtig zu wissen: Eine Microsoft-365-Lizenz allein enthält noch keine Telefonie. Nötig sind zusätzlich eine Teams-Phone-Berechtigung und ein Weg ins öffentliche Telefonnetz. Dafür gibt es drei Varianten, die sich in Preis und Freiheitsgrad unterscheiden.

  • Calling Plans: Microsoft ist selbst der Telefonanbieter — am einfachsten, am wenigsten flexibel
  • Operator Connect: ein Anbieter aus dem Microsoft-Programm wird ohne eigene Technik angebunden
  • Direct Routing: Anbindung über einen zertifizierten Session Border Controller, dadurch weitgehend freie Anbieterwahl — und der Weg, über den sich Sonderfälle und bestehende Verträge am besten abbilden lassen

Welche Variante günstiger ist, hängt vom Telefonieverhalten ab: Zahl der Nutzenden, Gesprächsvolumen, Auslandsanteil, vorhandene Verträge. Das ist eine Rechnung, keine Faustregel — und sie gehört an den Anfang.

Wie läuft eine Umstellung ab?

In fünf Schritten, von denen der erste der wichtigste ist. Wer ihn überspringt, zahlt das später in Sonderfällen.

  • Bestandsaufnahme: Welche Rufnummern gibt es, welche Sonderfunktionen hängen daran — Sammelanschlüsse, Warteschleifen, Faxgeräte, Türsprechstelle, Alarmierung?
  • Entwurf: Wer bekommt welche Nummer, wie sehen Vertretungsregeln aus, was passiert außerhalb der Geschäftszeiten?
  • Aufbau parallel zum Bestand: Teams wird eingerichtet und getestet, während die alte Anlage weiterläuft
  • Portierung: Die Rufnummern werden zum neuen Anschluss übernommen, zu einem abgestimmten Termin
  • Nachlauf: Die alte Anlage bleibt bis zur bestätigten Umstellung in Betrieb, danach wird sie abgebaut

Der Parallelbetrieb ist kein Luxus, sondern die Rückfalllinie — allerdings mit einer Grenze, die man kennen muss: Umkehrbar ist die Umstellung nur bis zur Portierung. Sobald die Rufnummern beim neuen Anschluss liegen, ist eine Rückkehr eine erneute Portierung mit eigenen Fristen. Deshalb wird vor diesem Stichtag getestet, nicht danach.

Wie lange dauert das?

Der planbare Teil — Bestandsaufnahme, Entwurf, Einrichtung, Test — hängt an Größe und Sonderfällen des Hauses. Der schwerer planbare Teil ist die Rufnummernportierung: Sie läuft zu einem vereinbarten Termin, setzt aber vollständige und korrekte Angaben voraus — Rufnummerninhaber, Vollmacht, Nummernblöcke, bestehende Verträge. Die meisten Verzögerungen entstehen dort, nicht an Fristen.

Praktisch heißt das: erst die Stammdaten prüfen, dann den Termin beantragen, und das übrige Projekt richtet sich danach. Portiert wird dabei nicht von uns, sondern vom aufnehmenden Telefonieanbieter; wir koordinieren den Ablauf.

Die drei Stellen, an denen es klemmt

Sie haben selten mit Teams zu tun und fast immer mit dem, was um die Telefonanlage herum gewachsen ist.

  • Analoge Restwelt: Fax, Türsprechstelle, Alarmanlage. Diese Geräte hängen oft am selben Anschluss und brauchen je eine eigene Lösung, die vor dem Projekt gefunden sein muss.
  • Sicherheitsrelevante Anschlüsse gehören NICHT in die Umstellung. Aufzugsnotruf und Brandmeldeanlagen unterliegen eigenen Vorschriften und verlangen eine Verbindung, die auch bei Strom- und Internetausfall trägt — üblicherweise über einen eigenen Mobilfunkweg. Diese Anschlüsse werden getrennt betrachtet und von der jeweiligen Fachfirma freigegeben, nicht im Telefonieprojekt mitgenommen.
  • Das Netzwerk: Sprache verzeiht keine Verzögerung. Wo WLAN, Internetanbindung oder Netzwerkkonfiguration schwach sind, fällt es beim Telefonieren zuerst auf — messbar an Laufzeit, Schwankung und Paketverlust. Diese Prüfung gehört an den Anfang. Dazu gehört auch die Frage, was bei Internet- oder Stromausfall passiert und wie der Notruf mit korrekter Standortangabe abgesetzt wird.
  • Die Gewohnheit: Wer zwanzig Jahre denselben Apparat bedient hat, braucht keine Schulung über Teams, sondern eine über das Telefonieren mit Teams. Das ist ein Unterschied von zwei Stunden — und der Unterschied zwischen Akzeptanz und Ablehnung.

Was danach besser ist als vorher

Der Hauptgewinn ist nicht der Preis, sondern dass Telefonie aufhört, ein eigenes System zu sein. Ein Anruf, eine Besprechung und ein Chat laufen über dieselbe Anwendung; der Anwesenheitsstatus folgt dem Kalender, und die Anrufsteuerung lässt sich einmal so einrichten, dass sie diesem Status folgt — statt dass jemand im Einzelfall eine Umleitung setzt.

Darauf lässt sich aufbauen. Eine Anrufer-Identifikation aus dem CRM zeigt beim Klingeln den Kundennamen statt der Nummer, und ein KI-Telefonagent nimmt Anrufe an, die sonst in der Warteschleife landen. Beides sind eigene Bausteine mit eigenen Voraussetzungen an Lizenzen, Schnittstellen und Datenschutz — sinnvoll als zweiter Schritt, nicht als Beiwerk der Umstellung.

Lohnt sich der Umstieg für uns?

Drei Fragen beantworten das meist schon: Läuft der Wartungsvertrag für die alte Anlage bald aus? Arbeitet ein nennenswerter Teil der Belegschaft mobil oder im Homeoffice? Und nutzen Sie Microsoft 365 ohnehin? Dreimal ja heißt: Es lohnt sich zu rechnen — mit Lizenzen, Anbindung und Sonderfällen auf einem Blatt, nicht mit einer Faustregel.

Wir begleiten solche Umstellungen von der Bestandsaufnahme bis zur Portierung, aus Singen und im Umkreis von rund 100 Kilometern. Wenn Sie wissen wollen, was das für Ihre Anlage bedeutet: Sprechen Sie uns an — oder rufen Sie an, das liegt bei diesem Thema nahe.